Du bist der Messias

Shownotes

Du bist der Messias 1 Der Knecht Gottes •In der ersten Lesung 1.1 spricht durch den Propheten Jesaja der Knecht Gottes von sich und seiner Lebenseinstellung 1.2 Jesus fragt seine mit ihm gehenden und lebenden Jünger: "Für wen haltet ihr mich?" 1.3 Und doch wir brauchen Menschen, die uns vorangehen, uns Wege aufzeigen in eine gute Zukunft 1.4 Mut zum Widerstand 2 Das wahre Wesen Jesu des Messias Gottes 2.1 Die Antwort Jesu auf das Bekenntnis des Petrus 2.2 Sein wahres Wesen und die Art seiner Sendung werden erkennbar 3 Jesus lebt uns den richtigen Weg zu Gott vor 3.2 Widerstand gegen alle die töten oder das Töten gutheißen ist angesagt 3.3 Impulse aus dem Eucharistischen Weltkongress in Quito Peru 4 Eucharistie feiern ist eine todernste Sache

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Du bist der Messias

1 Der Knecht Gottes

In der ersten Lesung

1.1 spricht durch den Propheten Jesaja der Knecht Gottes von sich und seiner Lebenseinstellung

1.2 Jesus fragt seine mit ihm gehenden und lebenden Jnger: "Fr wen haltet ihr mich?"

1.3 Und doch wir brauchen Menschen, die uns vorangehen, uns Wege aufzeigen in eine gute Zukunft

1.4 Mut zum Widerstand

2 Das wahre Wesen Jesu des Messias Gottes

2.1 Die Antwort Jesu auf das Bekenntnis des Petrus

2.2 Sein wahres Wesen und die Art seiner Sendung werden erkennbar

3 Jesus lebt uns den richtigen Weg zu Gott vor

3.2 Widerstand gegen alle die tten oder das Tten gutheien ist angesagt

3.3 Impulse aus dem Eucharistischen Weltkongress in Quito Peru

4 Eucharistie feiern ist eine todernste Sache

Du bist der Messias1 1 Der Knecht Gottes In der ersten Lesung 1.1 spricht durch den Propheten Jesaja der Knecht Gottes von sich und seiner Lebenseinstellung "Gott der Herr hat mir das Ohr geffnet".2 Er hat sein Ohr und sein ganzes Wesen dem Wort Gottes geffnet. So wird er zum Sprachrohr Gottes. Das bringt ihm Feindschaft und Verfolgung und schlielich den Tod ein. Er wei es und nimmt es in Kauf. "Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurck."3 Gewaltloser Widerstand! Der Prophet spricht vom Knecht Gottes, nennt aber keinen Namen. Doch spren wir: in Jesus ist diese Haltung des Gottesknechtes ganz wahr geworden. Er ist nicht irgendeiner, den man in die Reihe der groen religisen Gestalten stellen kann, wie Elija, Johannes der Tufer, Buddha oder Mohammed. 1.2 Jesus fragt seine mit ihm gehenden und lebenden Jnger: "Fr wen haltet ihr mich?" Petrus macht sich zum Sprecher aller "Du bist der Messias". Also, der von Gott gesandte und gesalbte Retter und Befreier. Das Wort Messias hat in unseren Ohren keinen guten Klang. Die Messiasse des 20.Jahrhunderts, ob sie Marx oder Lenin, Hitler oder Stalin hieen, haben eine gewaltige Blutspur hinter sich hergezogen. "Fr Fhrer, Volk und Vaterland" wurden im 2. Weltkrieg ungezhlte Soldaten in den Tod getrieben. Wir reagieren heute allergisch auf das Wort "Fhrer", denn wir wollen nicht "verfhrt" werden. 1.3 Und doch wir brauchen Menschen, die uns vorangehen, uns Wege aufzeigen in eine gute Zukunft Aber wir drfen nur auf die hren, die sich an die Gebote Gottes und an die Menschenrechte halten. Keiner kann sich aussuchen, in welchem Land er geboren wird, zu welcher Rasse, zu welchem Volk er gehrt. Das ist weder ein Verdienst noch ein Makel. 1.4 Mut zum Widerstand Gerade diese Erfahrungen des Krieges und der Verbrechen der Naziherrschaft lehren uns, wachsam allen zu widerstehen, die rassistisch denken, die uns weismachen wollen, wir seien anderen berlegen, seien die besseren Menschen. Jeder Mensch, jedes Volk ist zum Guten wie Bsen fhig. Meide das Bse, und tu das Gute; suche Frieden, und jage ihm nach!4 Wir sind immer in Gefahr, vor allem wenn es uns schlecht geht, nach Messiassen, nach Heilbringern Ausschau zu halten, die mit Gewalt das Steuer herumreien. Das heutige Evangelium zeigt, dass es z.Z. Jesu nicht anders war als heute. Darum die Frage Jesu an seine Jnger: Ihr aber, fr wen haltet ihr mich? Und Petrus antwortet fr alle: Du bist der Messias! 2 Das wahre Wesen Jesu des Messias Gottes 2.1 Die Antwort Jesu auf das Bekenntnis des Petrus zeigt uns in einer Selbstoffenbarung das wahre Wesen Jesu, des Messias Gottes. Wie ein Blitz zerschlgt seine Selbstoffenbarung all die Bilder, die sich die Zeitgenossen und auch die Jnger von ihm gemacht haben und machen. Aus ist es mit der Vision des Petrus von einem strahlenden Reich in Glanz und Gloria. "Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden." Hinter diesem gttlichen "Muss" steht also der Wille Gottes. Zugleich verheit Jesus Er werde gettet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen.5 2.2 Sein wahres Wesen und die Art seiner Sendung werden erkennbar Nicht Ich- und Selbstbehauptung, nicht das Ausspielen der eigenen berlegenheit kennzeichnen sein Leben und Wirken, sondern Aushalten, Leiden, Kreuz und Tod. Fr Petrus ist dies unvorstellbar. Bestrzt nimmt er Jesus beiseite und macht ihm Vorhaltungen. Es trifft ihn die harte Zurechtweisung Jesu: "Tritt hinter mich, du Satan! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.6 Was wollen die Menschen? Der Spiegel klagte vor Jahren schon: Nichts sei geblieben in unserer Gesellschaft als der "Tanz um das goldene Selbst". Selbstverwirklichung und Selbstbehauptung sind heute das Lebensziel vieler. Dies sind positive Werte, solange ich mich nicht auf Kosten anderer verwirkliche, und Rcksicht nehme auf Mitmenschen und Mitwelt. Der Blick und das Hren auf Jesus helfen. 3 Jesus lebt uns den richtigen Weg zu Gott vor. Er lebt nicht auf Kosten anderer, geht nicht ber die Leichen anderer. Er verndert die Welt nicht durch Gewalt. Er verwandelt die Welt durch sein gewaltloses Opfer. 3.1 Das Evangelium hlt zum Umdenken und Umlernen an Der Tanz um das goldene Selbst ist die groe Gefahr fr den Frieden. Denn wer auf sich fixiert ist, will nicht teilen, wird unfhig zum Kompromiss, sucht schnell Lsungen mit Gewalt. Als Mutter Teresa der Friedensnobelpreis verliehen wurde, sagte sie in ihrer Dankesrede: Der grte Zerstrer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Scho ermorden kann, was fr ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen? Sogar in der Heiligen Schrift steht: Selbst, wenn die Mutter ihr Kind vergessen knnte, ich vergesse es nicht. ?? Aber heute werden Millionen ungeborener Kinder gettet, und wir sagen nichts. In den Zeitungen lesen wir dieses und jenes, aber niemand spricht von den Millionen von Kleinen, die empfangen wurden mit der gleichen Liebe wie Sie und ich, mit dem Leben Gottes. Und wir sagen nichts, wir sind stumm. Fr mich sind die Nationen, die Abtreibung legalisiert haben, die rmsten Lnder. Sie frchten die Kleinen, sie frchten das ungeborene Kind. 3.2 Widerstand gegen alle die tten oder das Tten gutheien ist angesagt Der Weg der Gewalt, das hat kein Jahrhundert so furchtbar erfahren, wie das vergangene, fhrt zu schrecklichen Ungerechtigkeiten, zu Tod und Vernichtung. Die gottlosen Diktaturen der Kommunisten und Nationalsozialsten nahmen sich das Recht Menschen, die ihnen nicht genehm waren zu beseitigen d.h. zu ermorden. Das EU-Parlament hat im Juni mehrheitlich die EU-Staaten nachdrcklich aufgefordert, allgemeinen Zugang zu sicherer und legaler Abtreibung zu garantieren. Unter dem Deckmantel Recht auf reproduktive Gesundheit soll das im Grundgesetz geschtzte Kind im Mutterleib fr die Ermordung freigegeben werden. Dabei fehlt Europa fast berall der Nachwuchs, was fr gesellschaftliche Verwerfung fhren wird. Die jetzt regierende Ampel, hat sich abgesprochen, im Falle eines Wahlsieges die Abtreibung bis zur Geburt freizugeben. Fr Christen gilt das Gebot Gottes du wirst nicht morden. Das Menschenrecht auf Leben gilt auch fr die Schwchsten und Wehrlosesten das sind die Kinder im Mutterleib. Wer von uns will zum Komplizen von Menschen werden, die ber das Lebensrecht anderer verfgen wollen? 3.3 Impulse aus dem Eucharistischen Weltkongress in Quito Peru steht unter dem Leitwort Geschwisterlichkeit zur Rettung der Welt. Erzbischof Alfredo Espinoza, Vorsitzender des Organisationskomitees nennt die Stimme des 53. Kongresses als "hoffnungsvoll" und "prophetisch", die "allen verkndet, dass Brderlichkeit der einzig mgliche Weg ist, eine neue Welt zu schaffen und aufzubauen". Der Eucharistische Weltkongress 2024 findet in Quito, die Hauptstadt Perus statt. Es liegt auf dem Breitengrad Null. Von hier, der Mitte der Erde, geht die Botschaft in die ganze Welt: die Eucharistie ist fr die sie Feiernden Quelle der Gemeinschaft und hat die Aufgabe, in den Wunden der Welt das heilende Werk Christi sichtbar zu machen. 4 Eucharistie feiern ist eine todernste Sache Hier wird Jesu wahres Wesen in irdischen Zeichen unter uns gegenwrtig: - Seine Hingabe bis in den Tod - das Bse auszuhalten, ohne selbst bse zu werden - sein Tod als Leben - seine Niederlage als Sieg - seine Gewaltlosigkeit als Durchbruch zur Herrschaft Gottes. Wie Brot teilt er sich unter uns auf. Wie Wein - bis zum letzten Tropfen - verstrmt er sich an die Vielen. Das ist sein wahres Wesen. So verkndet es nur die Kirche. Wenn wir nach seinem Wesen leben, ist unser Leben endgltig gerettet bei Gott. Es gibt in unserer Gesellschaft Interessenverbnde, die nur an sich denken. Es bedarf der Anstrengung vieler, sollen die den Frieden gefhrdenden Entwicklungen in unserer Gesellschaft berwunden werden. Friedlosigkeit im Innern wird sehr schnell zur Aggression nach auen. Der Tanz um das goldene Selbst, das Fixiert-sein auf das eigene Ich und die persnlichen Bedrfnisse ist der schlimmste Feind des Friedens. Die Welt braucht Menschen, die durch ihr Leben bezeugen: durch die Teilnahme an der Eucharistie dem Geheimnis des Glaubens werden die Glubigen in ihrem Glauben besttigt, die christliche Identitt wird erneuert und die Gemeinschaft mit unseren Brdern und Schwestern vertieft. 7 1 Homilie zu Jes 50,5-9a; Mk 8,27-35 2 Jes 50,5a 3 Jes 50,5b 4 Ps 34,15 5 Mk 8,31 c 6 Mk 8,33 7 ebd --------------- ------------------------------------------------------------ --------------- ------------------------------------------------------------ 2 24. Sonntag B 2024 GB Du bist der MESSIAS Veit Dennert, Pfarrer Seite:

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